Krankensalbung und Krankenkommunion

 

Viele Gläubige sind aufgrund ihres Alters oder einer Krankheit an ihr Haus bzw. ihre Wohnung gebunden und können nicht mehr zur Kirche kommen, um die Heilige Messe mitzufeiern und an der Kommunion teilzunehmen. Diesen Menschen bieten wir die Krankenkommunion oder auch Hauskommunion an, bei denen ein beauftragtes Gemeindemitglied oder Seelsorger/in ins Haus kommt. Wenn der Wunsch nach einer Krankenkommunion besteht, können sich die Kranken bzw. deren Angehörige im jeweiligen Pfarrbüro melden, um einen ersten Besuchstermin zu vereinbaren.

 

Manchmal legt es sich auch nahe, nicht nur die Krankenkommunion, sondern auch die Krankensalbung zu empfangen, wenn der Kranke das Gefühl hat, dass dies jetzt „dran“ ist. Dabei ist wichtig zu betonen, dass die Krankensalbung nicht primär als Sterbesakrament („letzte Ölung“) zu verstehen ist, sondern im eigentlichen Sinne zur Stärkung und Wiederherstellung der Kräfte dient. So muss also mit der Spendung der Krankensalbung keineswegs bis zur Sterben gewartet werden, sondern in jeder angespannten Lebenssituation kann diese empfangen werden, z.B. zwecks geistiger Stärkung vor einer Operation.

Aber natürlich ist es auch nicht verkehrt, den sterbenden Menschen zu salben, weil in der Tat die Erfahrung lehrt, dass in vielen Fällen die Krankensalbung zu einem leichteren und schnellerem Übergang verhilft.