Friedhof Godorf

Adresse: Immendorfer Straße, 50997 Köln

Der Friedhof öffnet sich von der Immendorfer Straße mit einer achsensymmetrisch angelegten Allee, die an ihrem Ende auf die Trauerhalle hinführt und an deren westlichem Ende in halbkreisförmiger Anlage an die Gefallenen des 2. Weltkrieges erinnert wird.

Auf einen Blick

Größe: 6.000 Quadratmeter

Anzahl der Grabstätten: 820

Grabarten: Wahlgrabstätten für Sarg- und Urnenbestattungen

Angaben zur Trauerhalle: 27 Quadratmeter, 12 Sitzplätze

Ansprechpartnerin/Ansprechpartner des Friedhofs

Telefon: 0221 / 5707497

Telefax: 0221 / 363380

Verwaltung Stadthaus Deutz

Telefon: 0221 / 221-24441

Telefax: 0221 / 221-24412

E-Mail: gruenflaechenamt@stadt-koeln.de 

Sie erreichen den Friedhof

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln:
Bus-Linie 135, Haltestelle: Friedhof Godorf

Historisches und Besonderheiten des Friedhofs

Der Friedhof öffnet sich von der Immendorfer Straße mit einer achsensymmetrisch angelegten Allee, die an ihrem Ende auf die Trauerhalle hinführt und an deren westlichem Ende in halbkreisförmiger Anlage an die Gefallenen des 2. Weltkrieges erinnert wird.

Die ältesten Flure sind mit Linden gesäumt. Die ältesten Flure 1 und 2 des 1909 angelegten Friedhofs erstrecken sich nordwestlich des Eingangs und sind mit mächtigen Linden gesäumt. Die jüngeren Flure 4, 5 und 6, nach Südosten und Südwesten reichend, kamen in den 1950er Jahren dazu. In die aus Ziegelsteinen gewonnene Friedhofsmauer zur Immendorfer Straße wurde ein vermutlich vom Immendorfer Friedhof stammendes Grabkreuz des 18. Jahrhundert eingelassen.

Die erhaltenen Friedhofsgitter der Entstehungszeit umfrieden auf der Nordseite die frühen Grablegen. Mit ihnen wird an die Eigner der alten Godorfer Hofgüter erinnert. So etwa die Grabstätte Jonas (1850 bis 1912): ein feiner Natursteinsockel, trägt ein aus Bronze gearbeitetes Mittelrelief, das Christus zeigt, der ein Kind an sich nimmt. An die Kindschaft Gottes eines jeden Menschen gemahnt die das Bildnis unterfangene Inschrift: "Kommet her zu mir alle". Auch die gut erhaltene Grabeinfriedung ist erwähnenswert.

Daneben befindet sich die Grabstätte von Wilhelm Broicher (1844 bis 1915) und seiner Ehefrau Christina (1852 bis 1894 Broicherhof). In die aus Kunststein geformte Kreuzstele sind namenführende Granitplatten eingefügt. In das Frontispiz sind Blattmotive eingelassen, die auf die Dreifaltigkeit hinweisen. Das Grabmal wird mit einem über Eck stehenden Kreuz bekrönt.

Künstlerisch auffällig ist auch die Grabstätte Rossbach-Goldschmidt (1. Bestattung 1925). Ein Granitsockel ist mit Dreieckssturz überfasst, in dessen Frontispiz ein Christustondo erscheint. Das Mittelteil bildet eine halbfigurig wiedergegebene Muttergottes, die das stehende Jesuskind den Hinterbliebenen tröstend entgegenhält: Christus ist der Weg zum Vater, eröffnet von der Kirche, die durch Maria verkörpert wird.

Das Sandsteinhochkreuz aus der Eröffnungszeit (um 1909) zeigt auf mächtigem Sockel mit schmalem Stelenrumpf ein hohes Kreuz mit geraden Enden und einem streng geformten Corpus nach Beuroner Vorbild (signiert J. Kirsch).

Die dahinter liegende Grabstätte der Familie Cornelius Olligs in schwarz-schwedischem Granit zeigt mit Corpus, Laternen und Schriftzeichen in Bronze den zeittypischen Aufbau mit zentraler Kreuzstele und symmetrisch anschließenden Seitenteilen und Pfosten. Cornelius Olligs heiratete 1852 Maria Agnes Conzen vom Rondorfer Bödinger Hof, zusätzlich erwarben sie den Dohmenhof. Der Sohn Urban ließ die Grabstätte bereits im Zuge der Friedhofserrichtung hier anlegen. Das Friedhofshochkreuz und das Mittelkreuz der Grabstätte Olligs bilden ein eindrucksvolles Ensemble und machen die Bedeutung der Familie, aber auch ihre Hingewandtheit zum Kreuz deutlich.

Östlich dieses Grabes lässt sich die Grabstätte Broicher, Max Broicher (1856 bis 1931) auffinden. Das in Diabas angelegte dreiteilige Wandgrab zeigt in der Mitte der Kreuzbalken ein Bronze-Medaillon mit dem Ecce Homo Bild (gleiches in Immendorf).

Auf der Südseite in Flur 1 lässt sich die Grabstätte des Gutsbesitzers Johann Peter Zaun und seiner Familie ausmachen. Das Wandgrab weist dreiteiligen Aufbau auf, wobei die Mitte überhöht ist und mit dem Kreuz betont wird. In dieses Granitkreuz ist ein bildhauerisch fein gefügter Corpus eingefügt. Der verstorbene Christus hat sein Haupt tief auf die Grabstätte gebeugt. Er, der den Tod überwunden hat, gibt den Angehörigen Hoffnung, dass den Verstorbenen gleiches zu teil wird. Die früheste Bestattung stammt von 1918.

Auch die Grabstätte Esser (nahe Trauerhalle, 1870 bis 1932) mit einem dreiteiligen, niedrigen Granitsockel zeigt die spezifische Sprache ausgehender Neogotik. Auf den südlichen Fluren 4 und 5 ist bemerkenswert die Grabstätte Rossbach (Peter Rossbach, verstorben 1989), wo in einem rechteckigen Block eine senkrecht nach oben steigende Linie ins Dreieck vermittelt, in das ein Halbkreis eingesetzt ist. Ein Motiv der Geborgenheit wird fassbar.

Ebenfalls in Flur 5 die Grabstätte Hans Werner Engels (1954 bis 1968). Aus einem grob bearbeiteten, findlingsähnlichem Stein wird ein im Redegestus betroffener Christus erkennbar, der im feinen, vertieften Relief angelegt ist und gleichsam als Weg weisender zu verkünden scheint: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich" (Joh. 14, 6).

Daneben die Grabstätte Josef Wirtz (1925 bis1968). Auf einem griechischen Kreuz erscheint der zu Thron sitzende, segnende Christus mit weitgeöffneten Armen, der den Hinterbliebenen heilsgewisse Nähe des Verstorbenen in Christus verheißt. Die kleine Trauerhalle, die mit der Erweiterung des Godorfer Friedhofes in den 1950er Jahren errichtet wurde, fasst etwa 15 Personen.

Quelle: www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/friedhoefe/adressen/godorf 

Hier ist der Friedhofsplan zum Downloaden

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